psyluna verschlüsselt Akten, Termine und Dokumente in deinem Browser. Entschlüsseln können sie nur du und freigeschaltete Praxismitglieder. Hier erfährst du, wie der Schutz funktioniert und welche Daten bei der Weitergabe sichtbar werden.
Auf einen Blick
Akten, Termine, Dokumentation, Rechnungen und Dateien werden vor dem Speichern im Browser verschlüsselt.
Dein Passwort schützt den Zugang zu deinen Schlüsseln. psyluna kann deine Akten nicht entschlüsseln.
Für jedes Konto ist zusätzlich ein Passkey erforderlich. Du bestätigst ihn per Fingerabdruck, Gesicht oder Geräte-PIN.
Mit dem Notfall-Kit kannst du dein Passwort zurücksetzen. Ohne Passwort und Notfall-Kit lassen sich deine Daten nicht wiederherstellen, auch nicht durch psyluna.
Terminbuchung und E-Mail sind nicht vollständig Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Die Unterschiede sind unten beschrieben.
Psychotherapeutische Akten gehören zu den sensibelsten Daten überhaupt. Sie enthalten Diagnosen, Lebensgeschichten und Gesprächsinhalte, die der Schweigepflicht unterliegen. Deshalb werden Praxisdaten bereits in deinem Browser verschlüsselt und liegen auf dem Server und in den Sicherungen nur verschlüsselt vor. Die Schlüssel haben nur du und freigeschaltete Kolleg:innen.
Weder psyluna noch das Rechenzentrum noch der Support können die Inhalte lesen. Auch auf behördliche Anordnung könnte psyluna nur verschlüsselte Praxisinhalte und die unten aufgeführten Metadaten herausgeben. Im Alltag bemerkst du die Verschlüsselung meist gar nicht, denn Ver- und Entschlüsselung, Suche, Filter und PDF-Erstellung laufen im Hintergrund in deinem Browser.
Mehr als übliche Cloud-Verschlüsselung. Bei vielen Cloud-Anwendungen sind Übertragung und Speicherung verschlüsselt. Die Anbieter können die Inhalte auf dem Server jedoch oftmals entschlüsseln. psyluna verschlüsselt vertrauliche Praxisdaten zusätzlich schon in deinem Browser. Deshalb bleiben sie auch auf dem Server unlesbar.
Zugriff auf deine Daten
Du und dein Team
Du und freigeschaltete Praxismitglieder können die verschlüsselten Praxisdaten im Browser lesen.
Betrieb und Support
psyluna sieht nur Metadaten und betriebsnotwendige Daten: Konto- und Vertragsdaten, den Praxisnamen, Anzahl, Typ und Änderungszeitpunkte der Datensätze sowie Zugriffsprotokolle mit IP-Adressen (14 Tage).
Das Rechenzentrum
Die Praxisdaten liegen verschlüsselt auf Servern der Hetzner Online GmbH in Deutschland. Das BSI-C5-Testat und die ISO-27001-Zertifizierung der Infrastruktur sind unten erläutert.
Zugriff im Team
Alle freigeschalteten Praxismitglieder nutzen einen gemeinsamen Praxisschlüssel. Jede Person hat ein eigenes Konto, Passwort, einen Passkey und ein Notfall-Kit. Vor der Freigabe vergleichst du den Sicherheitscode mit der eingeladenen Person.
Einladen
Die eingeladene Person erstellt ein eigenes Konto und erhält ihren Sicherheitscode.
Code vergleichen
Vergleicht den angezeigten Code persönlich oder telefonisch. Das schützt vor einem sehr unwahrscheinlichen Angriff: Ein manipulierter Server könnte der eingeladenen Person einen falschen Schlüssel unterschieben. Der Vergleich dauert nur Sekunden.
Freischalten
Nach deiner Bestätigung verschlüsselt dein Browser den Praxisschlüssel für das neue Mitglied. Der Server speichert und überträgt ihn in verschlüsselter Form.
Dein Beitrag zum Schutz
Verschlüsselung ersetzt keine sicheren Geräte und Zugangsdaten. Folgende Maßnahmen gehören zum Schutz deiner Praxisdaten.
Passwort. Verwende mindestens zwölf Zeichen und ein Passwort, das du für keinen anderen Dienst nutzt. Ein längeres Passwort erschwert systematische Rateversuche.
Notfall-Kit. Bei der Registrierung erzeugt der Browser einen zufälligen Wiederherstellungsschlüssel und zeigt ihn einmalig an. Als PDF oder Ausdruck ist das dein Notfall-Kit. Bewahre es getrennt vom Passwort auf und regle den Zugriff für Vertretung und Nachlass. Alle 90 Tage erinnert dich psyluna daran, kurz zu prüfen, ob du dein Notfall-Kit noch findest.
Zweiter Passkey. Ein Passkey bestätigt deine Anmeldung per Fingerabdruck, Gesicht oder Geräte-PIN. Richte ihn auf mindestens zwei Geräten ein, zum Beispiel auf Laptop und Smartphone. So kommst du auch bei Geräteverlust weiter in dein Konto.
Geräte. Nutze Festplattenverschlüsselung, Bildschirmsperre und einen aktuellen Browser. Installiere nur vertrauenswürdige Erweiterungen.
Eigene Konten. Jede Person im Team nutzt ein eigenes Konto mit eigenem Passwort und eigenem Passkey.
Datenexport. Lade regelmäßig einen kostenlosen, verschlüsselten Export herunter. Nach 30 Tagen ohne Export erinnert dich psyluna daran.
Dein Wiederherstellungsschlüsseleinmalige Anzeige
Wiederherstellungsschlüssel sicher aufbewahren
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PDF herunterladenDrucken
Bewahre den Schlüssel getrennt vom Passwort auf. Gehen Passwort und Wiederherstellungsschlüssel verloren, kann auch psyluna die Daten nicht wiederherstellen.
Ich habe meinen Wiederherstellungsschlüssel sicher gespeichert oder ausgedruckt.
Passwort vergessen
Du brauchst das Notfall-Kit
Wähle „Passwort vergessen?“. Du erhältst einen Bestätigungscode per E-Mail.
Den Wiederherstellungsschlüssel aus dem Notfall-Kit eingeben.
Lege ein neues Passwort fest. Dein Browser verschlüsselt deinen privaten Schlüssel erneut. Die Praxisdaten bleiben unverändert.
Gerät mit Passkey verloren
Möglichkeiten zur Wiederherstellung
Synchronisierter Passkey. Nutzt du ein Apple-Gerät, etwa ein MacBook, und bist auf deinem Praxis-iPhone mit derselben Apple-ID angemeldet, wird der Passkey meist automatisch über den iCloud-Schlüsselbund synchronisiert. Geht der Laptop verloren, kannst du dich mit dem iPhone anmelden, auch an einem fremden Gerät. Dieses zeigt dafür einen QR-Code, den du mit dem iPhone scannst. Mit einem Google-Konto und dem Google Passwortmanager funktioniert das ähnlich. Prüfe in den Einstellungen deines Geräts, ob die Synchronisierung aktiv ist.
Nutze einen zweiten Passkey auf einem anderen Gerät.
Mit Passwort und Wiederherstellungsschlüssel richtest du selbst einen neuen Passkey ein.
Passwort und Notfall-Kit verloren? Dann lassen sich die Daten nicht wiederherstellen, und auch der Support kann den Zugang nicht zurücksetzen. Das ist Absicht: Wer den Zugang für dich zurücksetzen könnte, könnte es auch für einen Angreifer oder auf behördliche Anordnung tun.
Daten sicher weitergeben
Mit psyluna Safe und Fragebögen tauschst du Inhalte verschlüsselt mit Personen ohne Konto aus. Bei der Terminbuchung sind bestimmte Uhrzeiten für den Server lesbar. Normale E-Mails sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
psyluna Safe
Befunde, Briefe und Rechnungen an Menschen ohne psyluna-Konto, mit Antwortmöglichkeit
Geteilte Daten
Nachrichten und Dateien werden im Browser verschlüsselt. Zum Öffnen sind Link und Passwort erforderlich. Gib das Passwort getrennt weiter, etwa telefonisch.
Was der Server sieht
Linkstatus, Dateigrößen und Zeitpunkt des Öffnens.
Deine Kontrolle
Du legst ein Ablaufdatum fest und kannst den Link widerrufen. Nach fünf falschen Passwörtern wird er gesperrt. Du erhältst eine Benachrichtigung.
Anamnesebögen und eigene Fragebögen, die Patient:innen online ausfüllen
Geteilte Daten
Fragen, Zwischenstände und Antworten werden verschlüsselt übertragen. Die Antworten werden in die Akte übernommen.
Was der Server sieht
Bearbeitungsstatus, Zeitpunkte und allgemeine Browserinformationen.
Deine Kontrolle
Zum Öffnen sind Link und Passwort erforderlich. Du kannst ein Ablaufdatum setzen und den Link widerrufen. Nach Übernahme der Antworten in die Akte wird die Serverkopie gelöscht.
Ein persönlicher Buchungslink für eine Person und einen Termin
Geteilte Daten
Die Uhrzeiten, die du anbietest. Adresse, Kontakthinweis und Terminart sind mit einem Schlüssel aus dem Link verschlüsselt. Den Praxisnamen kennt der Server ohnehin aus deinen Kontodaten.
Was der Server sieht
Angebotene Zeiten, belegte Zeiten innerhalb der künftigen Zeiträume, in denen du Termine anbietest, und die gebuchte Zeit bis zur Übernahme in deinen Kalender. Namen, Kontaktdaten und Terminart sind nicht lesbar.
Warum
Der Server prüft die Verfügbarkeit und bestätigt Buchungen auch dann, wenn du psyluna gerade nicht geöffnet hast.
Dein bestehendes Praxis-Postfach, direkt in psyluna
Geteilte Daten
Betreff, Text, Anhänge und Adressen sind bei deinem E-Mail-Anbieter und dem der Empfänger:innen im Klartext verfügbar.
Was psyluna speichert
psyluna speichert keine Kopie deines Postfachs. E-Mails, die du in der Akte ablegst, werden dort verschlüsselt gespeichert. Das Postfachpasswort liegt verschlüsselt in psyluna und kann von allen Praxismitgliedern entschlüsselt werden.
Schutz beim Versand
Die Empfängerprüfung warnt bei abweichenden Adressen. Vertrauliche Inhalte und Rechnungen kannst du über psyluna Safe statt als unverschlüsselten Anhang versenden.
Rechnungen enthalten vertrauliche Behandlungsdaten. Versende sie über psyluna Safe, damit sie nicht als unverschlüsselte Anhänge in E-Mail-Postfächern liegen.
Die E-Mail enthält den Link. Rechnung und Nachricht werden über Safe verschlüsselt bereitgestellt. Gib das Passwort getrennt weiter.
Die Empfängerprüfung warnt dich, wenn du eine andere als die hinterlegte Adresse verwendest. Mehr dazu unter E-Mail-Postfach und Abrechnung.
Neue E-Mailan Lena Hofmann
Unverschlüsselte E-Mail
Betreff
Ihre Rechnung
Guten Tag, Ihre Rechnung liegt verschlüsselt bereit: safe.psyluna.de/safe/#…
psyluna Safe: Ende-zu-Ende verschlüsselt
Verschlüsselte Dateien
Rechnung_2026-0118.pdf
Passwort
••••••••••
Gültig bis
30.11.2026
Teile das Passwort telefonisch mit. Verwende dafür immer einen anderen Kanal als für den Link.
Technische Details
So funktioniert die Verschlüsselung
Die Kryptografie läuft im Browser über WebCrypto. Eine fest versionierte Bibliothek ergänzt die Schlüsselableitung mit Argon2id. Der Server verwaltet Konten und verschlüsselte Praxisdaten. Er besitzt nicht die Schlüssel, um diese Inhalte zu entschlüsseln.
Schlüssel und Anmeldung
Der Browser leitet aus deinem Passwort mit Argon2id und HKDF-SHA-256 zwei unabhängige Werte ab. Der Anmeldenachweis wird an den Server übertragen und dort als bcrypt-Hash gespeichert. Der Verschlüsselungsschlüssel (KEK) bleibt als nicht exportierbarer WebCrypto-Schlüssel im Browser. Das Passwort wird nicht übertragen.
Jedes Konto besitzt ein ECDH-P-256-Schlüsselpaar. Der öffentliche Schlüssel ist auf dem Server gespeichert. Der private Schlüssel liegt dort in zwei verschlüsselten Fassungen. Eine ist durch das Passwort geschützt, die andere durch den zufälligen Wiederherstellungsschlüssel. Jede Praxis besitzt zusätzlich einen zufälligen 256-Bit-Praxisschlüssel. Ein berechtigter Browser verschlüsselt ihn für jedes Mitglied mit dessen öffentlichem Schlüssel. Der Server speichert diese verschlüsselten Schlüssel, kann sie aber nicht entschlüsseln oder selbst neue Mitglieder freischalten.
Verschlüsselte Datensätze
Jeder Datensatz wird als JSON mit AES-256-GCM verschlüsselt. Bei jedem Speichern entsteht ein neuer zufälliger 96-Bit-IV. Zusätzliche authentifizierte Daten (AAD) binden ihn an Praxis, Datensatztyp und ID. Veränderte Zuordnungen führen zu einem Entschlüsselungsfehler. Dateien werden ebenso verschlüsselt. Ihre Namen stehen im verschlüsselten Datensatz.
Suche, Filter, Sortierung und PDF-Erstellung laufen nach der Entschlüsselung im Browser. Automatische Prüfungen kontrollieren bei Codeänderungen, dass Testinhalte nicht in Datenbanken, Protokollen oder Metriken erscheinen und nur freigegebene Datenbankfelder bestehen.
Das sieht der Server
betriebsnotwendig, im Klartext
E-Mail-Adresse, Name und Vertragsdaten deines Praxiskontos, den Praxisnamen, Rollen und Mitgliedschaften in anderen psyluna Praxen
Typ, Version und Änderungszeitpunkt je Datensatz sowie Dateigrößen. Daraus lassen sich Anzahlen und unter Umständen Arbeitszeiten ableiten, aber keine Inhalte.
Öffentliche Schlüssel, Salts, Anmeldenachweise als Hashes und verschlüsselte Schlüssel
IP-Adressen in den Zugriffsprotokollen, 14 Tage lang
Zusätzliche Metadaten der Austauschfunktionen, etwa Uhrzeiten bei der Terminbuchung
Geschützte Praxisinhalte
Nicht im Klartext gespeichert
Namen, Adressen und Kontaktdaten deiner Patient:innen
Termine im Kalender, Rechnungen, Zahlungen, Dateien und Dateinamen
Passwort, Wiederherstellungsschlüssel und KEK werden nicht gespeichert. Private Schlüssel und Praxisschlüssel liegen verschlüsselt vor.
Schlüsselfreigabe und Erneuerung
Vor der Freigabe bestätigst du den Sicherheitscode des neuen Mitglieds. Er ist ein Fingerabdruck des öffentlichen Schlüssels. Vergleicht ihn persönlich oder telefonisch. Das schützt vor einem sehr unwahrscheinlichen Angriff: Ein manipulierter Server könnte bei der Freigabe einen eigenen öffentlichen Schlüssel unterschieben. Der Vergleich deckt das auf. Der Browser prüft, ob der angezeigte öffentliche Schlüssel zum eigenen privaten Schlüssel passt. Bestätigte Schlüssel werden in einer verschlüsselten Liste gespeichert. Bei einer Abweichung wird die Schlüsselerneuerung bis zur erneuten Bestätigung abgebrochen.
Beim Entfernen eines Mitglieds erzeugt dein Browser einen neuen Praxisschlüssel. Gleichzeitig entfernt der Server die für das Mitglied verschlüsselte Fassung. Ein Browser mit Administrationsrechten verschlüsselt ältere Datensätze anschließend neu. Bereits zuvor kopierte Daten bleiben mit dem alten Schlüssel entschlüsselbar. Eine Schlüsselerneuerung kann solche Kopien nicht schützen.
Bei Verdacht auf einen kompromittierten Browser kannst du dein persönliches Schlüsselpaar in den Sicherheitseinstellungen erneuern. Dafür brauchst du Passwort und Wiederherstellungsschlüssel. Dein Team bestätigt danach den neuen Sicherheitscode.
Passwort und Passkey
Für jedes Konto ist ein Passkey nach WebAuthn erforderlich. Er bestätigt eine an die Domain der psyluna Praxis-App gebundene Anfrage und funktioniert daher nicht auf einer anderen Domain, etwa einer gefälschten Anmeldeseite. Passkeys können über den Passwortmanager deines Systems synchronisiert werden, zum Beispiel über den iCloud-Schlüsselbund oder den Google Passwortmanager. Der Server speichert nur den öffentlichen Teil. Das Passwort bleibt erforderlich, um den KEK abzuleiten und den privaten Schlüssel zu entschlüsseln.
Passkeys verwaltest du in den Sicherheitseinstellungen. Hinzufügen und Entfernen verlangen dein Passwort. Über sicherheitsrelevante Änderungen erhältst du eine E-Mail. Das Änderungsprotokoll enthält Anmeldungen und Fehlversuche der letzten 90 Tage.
Die Sitzung verwendet ein httpOnly-Cookie. Für ihre Dauer speichert der Browser einen nicht exportierbaren Verweis auf deinen privaten Schlüssel, damit du dich nach dem Neuladen nicht erneut anmelden musst. Beim Abmelden wird er gelöscht. Festplattenverschlüsselung und getrennte Benutzerkonten schützen den lokalen Zugriff.
Passwort wiederherstellen
Aus dem Wiederherstellungsschlüssel leitet der Browser einen eigenen Anmeldenachweis und KEK ab. Nach Prüfung des Nachweises und des Bestätigungscodes per E-Mail erhält der Browser den verschlüsselten privaten Schlüssel. Er entschlüsselt ihn und verschlüsselt ihn mit dem neuen Passwort erneut. Praxisdaten bleiben dabei unverändert. Der Wiederherstellungsschlüssel enthält 128 zufällige Bit. Gehen Passwort und Wiederherstellungsschlüssel verloren, ist kein Zurücksetzen möglich.
Backups, Datenexport und Hosting
Backups. Die Datenbank wird täglich gesichert und zusätzlich verschlüsselt auf einem zweiten Server in Deutschland gespeichert. Laufende Änderungsarchive ermöglichen die Wiederherstellung auf einen Zeitpunkt innerhalb der letzten 30 Tage.
Datenexport. Dein Browser erstellt jederzeit kostenlos die verschlüsselte Datei praxisdaten.verschluesselt. Mit dem beiliegenden Werkzeug ENTSCHLUESSELN.html entschlüsselst du sie offline mit deinem Passwort oder Notfall-Kit. Der Export enthält maschinenlesbare Daten für einen Anbieterwechsel. Der Export für einzelne Patient:innen ist bewusst unverschlüsselt, damit sie ihn ohne Zusatzprogramm öffnen können. Behandle die Datei vertraulich. psyluna weist dich vorher darauf hin. Mehr dazu unter Patientenakte.
Hosting. Die Server stehen bei der Hetzner Online GmbH in Deutschland. Das BSI-C5-Testat (Typ 2) und die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 betreffen die Infrastruktur des Rechenzentrums. Die von psyluna verantworteten Maßnahmen sind in den technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Vertrag über die Auftragsverarbeitung beschrieben.
Schutz der Web-App
Bei einer Webapplikation wie psyluna liefert der Server auch den Code für die Verschlüsselung aus. psyluna beschränkt per Content-Security-Policy die ausführbaren Inhalte auf eigene Ressourcen. Subresource Integrity prüft die Zuordnung von Skripten zu den Einstiegsdokumenten. Jede Veröffentlichung der Praxis-App muss mit einem Hardware-Schlüssel freigegeben werden, der nur dem Betreiber vorliegt. Die Freigabe enthält die Prüfsummen aller ausgelieferten Dateien. Ein unabhängiger Prüfdienst außerhalb der psyluna-Infrastruktur vergleicht regelmäßig, ob die öffentlich ausgelieferten Dateien und Sicherheitsheader dieser Freigabe entsprechen, und schlägt bei Abweichungen sofort Alarm.
Datenweitergabe im Detail
psyluna Safe. Der Link enthält ein 192-Bit-Geheimnis im Fragment nach #. Dieses Fragment wird beim Seitenaufruf nicht an den Server übertragen. HKDF und Argon2id leiten aus Geheimnis und Passwort einen Anmeldenachweis und einen KEK ab. Dieser entschlüsselt den zufälligen 256-Bit-Inhaltsschlüssel. Nachrichten, Dateien, Dateinamen und Antworten werden damit im jeweiligen Browser verschlüsselt. Eine Datenbankkopie allein ermöglicht keine Passwortprüfung. Mit dem Link sind fünf Onlineversuche möglich, danach wird er gesperrt. Wer Link und Datenbankkopie besitzt, kann das Passwort jedoch offline erraten. Safe bietet damit einen anderen Schutz als das Praxiskonto. Ein Widerruf beendet den Zugriff und löscht die Dateien sofort aus der Datenbank. Sicherungen folgen nach den oben genannten Fristen. Abgelaufene Dateien werden stündlich entfernt. Antworttexte bleiben für die Praxis bis 90 Tage nach Ablauf lesbar. Bereits heruntergeladene Kopien bleiben bestehen.
Fragebögen. Sie nutzen das Safe-Verfahren mit eigenen Schlüsseln. Entwürfe und endgültige Antworten sind kryptografisch getrennt. Nach dem Absenden lässt sich der Link nicht weiter verwenden. Ein Praxisbrowser übernimmt die Antworten verschlüsselt in die Akte. Danach wird die Serverkopie gelöscht. Link und Passwort belegen keine Identität der antwortenden Person.
Terminbuchung. Der Server verarbeitet angebotene Zeiten, belegte Zeiten innerhalb der künftigen Zeiträume, in denen du Termine anbietest, und die gebuchte Zeit. Er erfährt nicht, wodurch eine Zeit belegt ist. Letztere wird beim nächsten Öffnen von psyluna in den verschlüsselten Kalender übernommen. Namen, Terminart, Praxisinformationen und Kontaktdaten sind mit einem Schlüssel aus dem Linkfragment verschlüsselt. Die Buchungsseite speichert IP-Adressen nur in den kurzlebigen Zugriffsprotokollen des Webservers. Vergangene Zeiten werden gelöscht. Angebots- und Belegungszeiten sind von nächtlichen Sicherungen ausgeschlossen. Diese Uhrzeiten sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Eine Zuordnung durch Kombination mit anderen Daten lässt sich nicht ausschließen.
E-Mail. Ein eigener Maildienst verbindet den Browser mit deinem E-Mail-Anbieter über IMAP und SMTP. Inhalte und Zugangsdaten bleiben während der an Konto und Praxis gebundenen Sitzung im Arbeitsspeicher. Der Dienst speichert keine E-Mails oder Inhaltsprotokolle und verwendet geprüftes TLS. E-Mail ist nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt, weil die beteiligten E-Mail-Anbieter und während der Sitzung der Maildienst die Inhalte im Klartext verarbeiten.
Videosprechstunde. WebRTC verschlüsselt Bild, Ton und Chat zwischen den Browsern. Ein Relay-Server überträgt verschlüsselte Pakete. Der Einladungscode steht im Linkfragment. Sitzungsinhalte werden nicht gespeichert. Mehr zur Videosprechstunde.
Datensätze und Dateien
AES-256-GCM, 96-Bit-IV pro Speichern, AAD-gebunden an Praxis, Typ und ID
Schlüsselableitung
Argon2id (64 MiB, 3 Iterationen, Parallelität 1, 16-Byte-Salt), dann HKDF-SHA-256
Konto-Schlüsselpaar
ECDH P-256. Privater Schlüssel nicht exportierbar und mit AES-GCM verschlüsselt gespeichert
Praxisschlüssel
256 Bit. Je Mitglied mit ephemerem ECDH, HKDF und AES-GCM verschlüsselt. Automatische Erneuerung beim Entfernen
Wiederherstellung
128-Bit-Wiederherstellungsschlüssel aus dem Browser, einmalige Anzeige, Notfall-Kit als PDF. Kein Zurücksetzen durch den Server
Zweiter Faktor
WebAuthn-Passkey, für jedes Konto Pflicht, an die Domain der Praxis-App gebunden
Sitzung
Cookie mit httpOnly, Secure und SameSite=Strict. Abmelden beendet alle Sitzungen des Kontos
Backups
Tägliche Sicherung, zusätzlich verschlüsselt, zweiter Server in Deutschland. Point-in-Time-Recovery für 30 Tage
Datenexport
Jederzeit kostenlos, praxisdaten.verschluesselt mit Offline-Werkzeug ENTSCHLUESSELN.html
Hosting
Hetzner Online GmbH, Deutschland. Infrastruktur mit BSI-C5-Testat (Typ 2) und ISO/IEC 27001
Web-App
Strikte CSP ohne Fremdressourcen und Tracking, Subresource Integrity, hardware-signierte Veröffentlichungen, unabhängige regelmäßige Integritätsprüfung, öffentliche Seiten auf eigenen Origins
Häufige Fragen
Kann psyluna meine Patientendaten lesen?
Akten, Kalenderinhalte, Dokumentation, Rechnungen und Dateien werden im Browser verschlüsselt. psyluna kann sie nicht entschlüsseln. Sichtbar bleiben Konto- und Vertragsdaten sowie Metadaten wie Typ, Anzahl und Änderungszeitpunkte der Datensätze. Für die Terminbuchung und E-Mail gelten die beschriebenen Ausnahmen.
Was passiert bei einem vergessenen Passwort?
Mit dem Wiederherstellungsschlüssel aus dem Notfall-Kit und einem Bestätigungscode per E-Mail legst du ein neues Passwort fest. Deine Praxisdaten bleiben unverändert. Ohne Passwort und Notfall-Kit kann auch psyluna die Daten nicht wiederherstellen.
Sind E-Mails Ende-zu-Ende-verschlüsselt?
Normale E-Mails sind auch beim Versand aus psyluna nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Betreff, Text und Anhänge sind bei den beteiligten E-Mail-Anbietern im Klartext verfügbar. Vertrauliche Inhalte kannst du über psyluna Safe teilen. Die E-Mail enthält dann den Link. Das Passwort gibst du getrennt weiter.
Warum sind Buchungszeiten lesbar?
Der Server muss freie Zeiten prüfen und Buchungen auch bei geschlossener Praxis-App bestätigen können. Er verarbeitet angebotene Zeiten, belegte Zeiten innerhalb der künftigen Zeiträume, in denen du Termine anbietest, und die gebuchte Zeit bis zur Übernahme in den verschlüsselten Kalender. Namen, Terminart und Kontaktdaten bleiben verschlüsselt. Die Uhrzeiten selbst sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Wo liegen Server und Sicherungen?
Die Server stehen bei der Hetzner Online GmbH in Deutschland. Die Infrastruktur verfügt über ein BSI-C5-Testat und eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001. Tägliche Sicherungen liegen zusätzlich verschlüsselt auf einem zweiten Server in Deutschland. Die Datenbank lässt sich auf einen Zeitpunkt innerhalb der letzten 30 Tage zurücksetzen. Praxisinhalte bleiben auch in Sicherungen verschlüsselt.
Was die Verschlüsselung leistet
Die Verschlüsselung schützt deine Praxisinhalte auf Servern und in Sicherungen. Sichere Geräte, sorgfältig verwahrte Zugangsdaten und das Notfall-Kit bleiben dafür erforderlich.